04. Februar 2026
Mieten in Unterschleißheim neu denken: Das Mietshäuser Syndikat.
Die Wohnsituation in Unterschleißheim wird für Familien und Geringverdiener zunehmend angespannt. In den letzten Jahren sind die Mieten deutlich gestiegen, während private Neubauprojekte selten dauerhaft bezahlbaren Wohnraum sichern. Ohne gezielte politische Steuerung droht eine Verdrängung aus zentralen Quartieren, was den sozialen Zusammenhalt der Stadt gefährdet.
Die Linke in Unterschleißheim setzt sich dafür ein, dass bezahlbarer Wohnraum und sozial gebundene Wohnungen langfristig gesichert werden. Sollte Die Linke bei der kommenden Kommunalwahl ein Mandat im Stadtrat gewinnen, wird sie sich dafür einsetzen, dass kommunale Grundstücke im Rahmen der Sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) gezielt für gemeinwohlorientierte Wohnprojekte bereitgestellt werden. Ein zentrales Instrument dafür ist die Gründung einer städtischen genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaft, um als kommunaler Träger dauerhaft bezahlbare Wohnungen umzusetzen.
Darüber hinaus wird Die Linke die Umwidmung von Grundstücken im Stadtgebiet zu Wohnbauflächen unterstützen, um ausreichend Raum für soziale Wohnprojekte zu schaffen. Besonders gefördert werden soll die Umsetzung von Projekten in Kooperation mit dem Mietshäuser Syndikat und lokalen Hausvereinen. Das Syndikat-Modell ermöglicht es, Wohnungen langfristig sozial zu binden, da das Syndikat ein Vetorecht bei Verkauf oder Nutzungsänderungen hat und Gewinne nicht ausgeschüttet werden, sodass die Mieten ausschließlich nach den tatsächlichen Kosten berechnet werden.
„Bezahlbarer Wohnraum ist keine Frage des Glücks, sondern des politischen Handelns,“ erklärt Bürgermeister- und Spitzenkandidat Alexander Kieslich. „Wir müssen als Stadt Verantwortung übernehmen und sicherstellen, dass alle Menschen in Unterschleißheim eine faire Chance auf ein Zuhause haben.“
Die Linke sieht es als ihre Aufgabe, sicherzustellen, dass Wohnraum in Unterschleißheim in öffentlicher oder genossenschaftlicher Hand bleibt und die Interessen der Mieterinnen und Mieter über profitorientierte Marktinteressen gestellt werden. Ziel ist es, durch die Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft und die Nutzung des Mietshäuser-Syndikat-Modells gemeinsam mit Hausvereinen dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und soziale Bodenbindung effektiv umzusetzen.
